Hallo, ich melde mich live aus dem Flughafen München. Naja, live ist es nicht mehr, wenn Ihr das lest, aber es klingt einfach gut.
Zunächst: Ich finde es waaaaahnsinnig toll ein Blog zu schreiben, fühle mich krass cool dabei und bevor es ganz peinlich wird erzähl ich jetzt lieber einfach mal:
Vor meiner Abreise hatte ich mich bzgl. Fliegen nach Israel schau gemacht und dabei so einige Erfahrungsberichte im Internet gelesen. Wie es sich bis jetzt bei mir tatsächlich abspielte, erzähle ich mal als erstes. Eine Information, die ich hatte, lautete, dass man zur Sicherheit vier Stunden vor Abflug einchecken sollte. Ohne, dass sich jetzt bitte jemand darauf beruft, falls er/sie mal nach Israel fliegen möchte: Die entsprechende Halle im Bereich F des Münchener Flughafens Franz Josef Strauss machte erst drei Stunden vor dem Start meines Fluges auf, so dass ich – zusammen mit Mama und Thomas – erstmal noch eine Stunde in einem gemütlichen, anheimelnden Warteraum verbrachte (hab leider kein Foto gemacht, ich gelobe diesbzgl. Besserung!). In dem Zusammenhang noch der Hinweis, dass es wahrscheinlich wenige Wege gibt, zu dem Bereich F zu kommen, die noch umständlicher wären, als den, den wir gewählt haben. Zur Erläuterung: Alle Flüge nach Israel starten in München von einem gesonderten Bereich (eben F) aus, für den ganz besonders strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten: Zwar standen – wie mir aus anderen Quellen berichtet worden war – keine Panzer vor dem Eingangsbereich, aber der Anblick von Maschinengewehren bot sich desöfteren. Zudem war der erste Anblick, den die Polizisten an diesem Morgen nach dem Aufschliessen der Halle genossen, herrenloses Gepäck, was die Stimmung gleich noch ausgelassener machte ;-) Die Sicherheitskontrollen waren in München wie angekündigt äußerst ausführlich – wobei ich es mir schlimmer vorgestellt hatte. Schauen wir mal, wie das dann in Tel Aviv wird. Um jetzt aber wieder auf die umständliche Anreise zu kommen: Wir parkten vor dem Bereich B, wurden dann von einem sehr freundlichen (mein ich ernst) Polizisten zum TUIfly.com-Schalter im Zentralbereich geschickt, was allerdings falsch war, da – wie bereits erwähnt – Flüge nach Israel von F aus starten. Also begaben wir uns zu Fuß in die entsprechende Richtung, was durchaus dauerte (siehe Plan, und für Insider: „die ham ganz sche baut, neinzehnzwoarasibzg“). Und jetzt beginnt die Story wieder oben beim Einchecken ;-)
So, ich sitz mittlerweile im Warteraum zum Einsteigen und beobachte Leute; der Typ hinter der Kaffeebar beendet jedes seiner Telefonate mit „CiaoCiao“ - Ähnlichkeiten zu lebenden oder toten Personen sind rein zufällig ;-) In diesem Sinne: That's all folks!
Sonntag, 1. Februar 2009
Um die Spannung abzukürzen: Ich hab es durch die Kontrollen geschafft und sitze mittlerweile in meinem Büro an der Ben Gurion University of the Negev, ungefähr hier.
In der dortigen Cafete (dazu gibt es jetzt keinen Link) habe ich draußen bei strahlendem Sonnenschein mittlerweile auch meinen ersten Capuccino getrunken. Aber alles der Reihe nach:
Der Flug gestern war, wie so ein Flug halt ist: Wenn man es tatsächlich geschafft hat, einzuschlafen, bringen sie einem das Essen. Ansonsten hat er nur drei Stunden gedauert (ich glaube, ich habe immer erzählt, dass es mehr als vier Stunden Flugzeit sind). Allerdings hatten sie auf den Monitoren im Flieger einen Fehler in der Anzeige der Uhrzeit, so dass ich dachte, ich würde zwei Stunden zu früh ankommen und somit nicht abgeholt werden – aber alles unbegründet. Zu den Sicherheitskontrollen am Flughafen: Aufgrund meines gefährlichen Äußeren wurde ich (als Stichprobe gleich nachdem ich aus dem Flugzeug gestiegen war) kontrolliert – alle anderen durften weitergehen. Ging dann aber relativ zügig weiter. Als nächstes ging es zur regulären Passkontrolle und als mich der dortige Beamte tatsächlich fragte, wo ich denn studieren würde (ich habe ein Studentenvisum), dachte ich: „Au ja, jetzt geht’s los!“. Als er mir dann aber nach meiner Antwort den Reisepass zurückgab und keine vier Beamten mit Maschinengewehren (solche waren am Flughafen in Tel Aviv übrigens überhaupt nirgendwo zu sehen) auf mich los stürmten, machte ich mich auf die Suche nach meinem Gepäck und der „richtigen“ Kontrolle. Aber nachdem ich ersteres vom Band genommen hatte, stand über der nächsten Tür „Exit“ - und hinter dieser wartete dann Adir (Even, mein „Gastgeber“ an der Uni) bereits, um mich abzuholen. Lange Rede, kurzer Sinn: So schlimm waren die Kontrollen nicht.
Mit Adirs Auto fuhren wir dann ca. 50 min nach Beer Sheva, wo er wohnt und auch die Uni ist, wir arbeiten werden. Wir aßen in Adirs Wohnung zu Abend (es gab sehr guten Fisch) und gingen dann noch in eine Studentenbar. Es war nicht allzu viel los, da der Samstag in Israel ja so was wie der Sonntag ist: Das Wochenende findet auch nicht Samstag/Sonntag statt, sondern – da ja der Sabbat der höchste Feiertag ist – Freitag/Samstag. Danach war ich dann auch müde genug...
Und da ja der Sonntag entsprechend kein Feiertag ist, ging es heute morgen dann an die Uni und ich erhielt eine ausführliche Campustour. Zudem war diverser Kleinkram bzgl. Orga (E-Mail-Zugang, Studentenausweis, Wohnung) zu erledigen. Derzeit kämpfe ich damit, mein Notebook ans Netz zu kriegen und daher kann ich mich leider nur eingeschränkt meiner absoluten Lieblingsbeschäftigung, dem Forschen, widmen. Aber nicht minder gerne erzähle ich – auch offline – in diesem Blog, was sich hier um mich rum so alles tut...
In diesem Sinne: Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage!
Montag, 2. Februar 2009
Der Kampf ums Notebook ans Internet ist noch nicht zuende. Und wie vielleicht auch der/die eine oder andere mitgekriegt hat, leider auch die Kämpfe im Gaza-Streifen noch nicht. Allerdings kriegt man hier unmittelbar nahezu gar nichts davon mit – man liest es in den Nachrichten wie in Deutschland auch. Und um weiter zu beruhigen: Seitdem Saddam Hussein während des ersten Golfkriegs Scud-Raketen auf Israel abfeuerte (ok, wo bisher die Beruhigung herkommen soll, frag ich mich auch gerade, aber das wird schon noch), muss in Neubauten auf israelischem Gebiet mindestens ein Raum in jeder Wohnung speziell verstärkte Wände haben, die den Einschlag einer Scud-Rakete schadlos überstehen. Und in so einem Raum habe ich die letzten beiden Nächte geschlafen. Die derzeit – auch heute wieder – von den Palästinensern abgefeuerten Raketen haben bei weitem nicht die Durchschlagskraft einer Scud-Rakete – erstere durchschlagen kaum eine „normale“ Wand (wenn man das weiss, fragt man sich noch noch viel mehr, wieso die Palästinenser diese dann überhaupt abfeuern und erst recht, wieso die Israelis so übermäßig reagieren).
Gestern abend waren Adir und ich noch in einem marokkanischen Restaurant: Ich nehme also tatsächlich immer exotischere Dinge zu mir. Falls jemand irgendwann mal nach Beer Sheva kommen sollte: Unbedingt hingehen. Die Adresse muss ich noch erfragen...
Heute kümmerte ich mich dann zunächst mal um ein Hotel in Tel Aviv, da ich dort das kommende Wochenende verbringen will, um mich nach einer Wohnung umzuschauen und – aber nur wenn Zeit bleibt ;-) - evtl. das Nachtleben zu testen. Mal schauen, was aus der Wohnungssuche wird – Tel Aviv ist extrem teuer. Nach der Uni waren wir noch in einem Einkaufszentrum, welches – aufgrund des seltenen Regens – allerdings nicht überdacht ist wie bei uns. Stattdessen stehen dort einfach rund um einen riesigen Parkplatz eine Menge Läden drumherum. Und davon gibt es nicht eines, sondern gleich zwei nebeneinander: Denn wenn es in Beer Sheva eines gibt, dann ist es billiges Bauland: Rund um die Stadt herum ist Wüste. Ach ja: In einem Sportgeschäft war neben den Wappen von Liverpool, ManU, Real Madrid und Juve auch noch das Wappen von – na, wer weiß es? Richtig!!! Dem glorreichen FC Bayern München! Oleoleole!
Gekauft hab ich allerdings nix, waren ja eher Sachen für den israelischen Winter (und ich bin eher auf den israelischen Sommer eingestellt). Danach waren wir noch in einem Burger-Restaurant, das zu einer Kette gehört, die ein israelischer Starkoch gegründet hat. Was aber irgendwo schade ist: Dort unten gibt es genau dieselben Marken wie bei uns, es sind dieselben Sachen in und aus den Lautsprechern in den Geschäften kommt fast die gleiche Musik wie uns (ok, bei letzterem gab es Unterschiede). Aber würden einen nicht Kontrolleure beim Betreten der Läden die Taschen untersuchen, könnte man glauben man ist bei uns. Ok, noch eine Relativierung: Die Schrift sind ganz anders aus...
Hoffen wir, dass dieses NB morgen online geht ;-)
In diesem Sinne: Hastalavista, Baby!
Sonntag, 8. Februar 2009
Sodele, der Kampf NB gegen Kaiser steht unentschieden – die letzten Tagen hatte ich es erfolgreich am Netz, aber seit ca. 1,5 Stunden zickt es wieder rum. Aber eines nicht mehr fernen Tages... Immerhin hab ich vorhin noch mitbekommen, dass die Bayern gewonnen haben – wobei es das letzte Tor nicht mehr gebraucht hätte, hat meinen Tipp kaputt gemacht. Sooooo schlecht war ich noch nie... Aber das wollt Ihr ja alles gar nicht lesen.
Aaaalso, am letzten Dienstag war ich zunächst wieder an der Uni und hab brav geforscht. Ansonsten wenig Vorkommnisse, außer das ich mein Zimmer im Wohnheim bezogen habe (bis dahin hatte ich bei Adir Quartier gefunden). Das Zimmer ist sehr geräumig, hat Internet (sofern es funktioniert, siehe neverending story) und Kabelfernsehen (allerdings nur schwarzweiß – immerhin haben Sie aber gestern abend irgendwo Gladbach gegen Hoffenheim als Wiederholung mit hebräischem Kommentar gebracht). Es sind eigentlich zwei Zimmer, also wer mich besuchen will, hier gibt es genügend Platz (darauf komme ich später noch). Die Einrichtung ist nicht die neueste, aber es ist alles da (Kühlschrank, Mikrowelle, Herdplatten, Dusche – und es funktioniert alles auch ;-)
Übernachtet habe ich aber von Dienstag auf Mittwoch wieder bei Adir, weil wir am nächsten Morgen für einen Tagesausflug ans tote Meer fuhren. Um ans tote Meer zur gelangen, fuhren wir Mittwoch früh dann eine Stunde nochmal richtig in die Wüste. Dort kann man durchaus auch mal von der Landschaft beeindruckt sein, wie man auf den untenstehenden Fotos erkennen kann. Zunächst fuhren wir mit einer Seilbahn zur Festung Masada hinauf. Wir hätten gerne auf dem sogenannten Schlangenpfad zu Fuß die 400 Höhenmeter überwunden, waren aber aufgrund des vollen Programms für den einen Tag leider gezwungen, die Seilbahn zu nehmen. Die geschichtlichen Details könnt Ihr auf Wikipedia nachlesen, von meiner Seite aus nur soviel: Es ist ein äußerst beeindruckendes Bauwerk, was auf diesem abgelegenen Felsen entstanden ist. Dort oben konnten sich mitten in der Wüste ca. 900 Juden vier Jahre lang der Belagerung der Festung durch die Römer erwehren, weswegen dieser Felsen heute ein Nationaldenkmal ist und quasi jeder israelische Schüler da mal an einem Wandertag rauf muss. Wer dort mal hinkommt, sollte undbedingt das Museum besuchen - hier gibt es eine sehr interessante Audio-Führung. Hier nun noch ein paar Fotos , um einen Eindruck zu vermitteln, wie es da oben aussieht. Und: Ja, es war heiß.
Ähnliches wie für Massada gilt bzgl. der Verwendung als Ziel für Wandertage auch für den Nationalpark En Gedi, welchen wir als nächstes Ziel ansteuerten. Im Unterschied zu Massada waren dort aber auch an diesem Tag eine Menge Schulkinder unterwegs. Im wesentlichen besteht der Nationalpark aus zwei tiefen Schluchten, in denen jeweils ein Bach fließt. Ist ansatzweise vergleichbar mit Gebirgsbächen bei uns, allerdings ist die Vegetation dort eine ganz andere: Nur ein paar Meter weg vom Bach wächst gar nichts mehr. Zudem haben sich dort Pflanzenarten entwickelt, die es nur dort und sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Das hat mir Adir aber erst gesagt, als wir schon fast wieder draußen waren ;-) Im Bach badeten an verschiedenen Stellen Schulklassen (insgesamt ein Riesenhaufen Jugendliche – für Insider: „die Anni sagt auch, es gibt immer mehr Jugendliche“). Und zwar in voller Klamottenmontur – deren Trocknung war bei 35 Grad auch kein Problem. Jeweils am Ende der beiden Schluchten war ein Wasserfall. Der eine war nicht ganz so hoch, dafür war die Schlucht länger. Dort aus einem Felsvorsprung hervorwachsende Pflanzen, bezeichnete Adir als die Haare der Salome – ich muß zu meiner Schande gestehen, dass ich die entsprechende Geschichte (wohl aus der Bibel) nicht kenne.. Der andere Wasserfall war höher und – wie ich finde – auch schöner, auch wenn es dort keine Haare von irgendjemandem gab. Aber macht Euch selber ein Bild – ich hab hierzu mehrere gemacht:
Als Abschluß des Tages ging es dann noch ins Tote Meer – was von beiden vorherigen Tagespunkten aus zu sehen war. Ein paar vielleicht interessante Infos hierzu: Das tote Meer ist de r tiefste Punkt auf der Erde, ca. 400 m _unter_ dem Meerespiegel. Es hat einen derart hohen Salzgehalt, dass in ihm nichts außer ein paar Bakterien überleben kann. Aktuell ist es vom Austrocknen bedroht – die ganze Region leidet an Wassermangel, in Israel hat es dieses Jahr so wenig geregnet wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen. Es gibt Pläne, einen Kanal vom Mittelmeer zum Toten Meer zu graben, um die Bewässerung sicherzustellen. Mal schauen, was daraus wird. Aber zu guter Letzt zum wichtigsten: Ja, man geht tatsächlich nicht unter im Toten Meer – man legt sich ins Wasser und man treibt, als ob man einen Schwimmreifen um hätte (ich will keine Kommentare über meinen Bauchumfang hören, auch andere Menschen gingen nicht unter). Aber seht selbst:
[Fotos gibts später, das dauert hier eeeeewig mit dem Raufladen]
Und das war dann auch der letzte Punkt am Mittwoch: Ich verbrachte die erste Nacht in meinem neuen Heim.
Am Donnerstag war dann wieder Uni und damit Forschen angesagt. Abends fuhr ich dann mit dem Zug nach Tel Aviv. Hierzu muss gesagt werden, dass das Wochenende in Israel am Freitag und Samstag „stattfindet“, da der „Schabbat“ der höchste Feiertag in der Woche ist. Also fuhren mit mir am Donnerstag abend alle Studenten von Beer Sheva nach Tel Aviv. Aber nicht nur Studenten, es waren vor allem auch viele junge Männer und Frauen in Militäruniform unterwegs. Denn in Israel müssen alle jungen Menschen für zwei Jahre zu der Armee. Verweigerer gibt es so gut wie keine. Dies hat natürlich eine hohe Militarisierung der Gesellschaft zur Folge. Aber es entstehen während dieser Zeit auch viele Freundschaften, die oftmals im späteren Berufsleben zu Geschäftsbeziehungen werden. Und viele der Militärs tragen einfach so eine MP (oder MG, ich kenn mich damit Gott sei Dank nicht aus) über der Schulter – an den Anblick muss man sich erst gewöhnen, v.a. wenn man im Zug auf der Treppe sitzt (es war ein zweistöckiger Zug, exakt so wie man ihn auch in Deutschland kennt, konnte leider nicht herausfinden, ob ihn eine deutsche Firma gebaut hat) und ein Soldat einem so eine MP im Vorbeigehen kurz ins Gesicht hält – als ob es ein Regenschirm wäre.
Die erste Nacht des Wochenendes verbrachte ich in einem Hostel, was zum Übernachten sehr ok war, einen ganzen Urlaub möchte ich da nicht verbringen. An diesem Abend war ich nur noch was essen, da ich müde war.
Am Freitag dann – Erinnerung: ist wie bei uns am Samstag – war ich dann zunächst am Carmel Market, was ein Händlermarkt ist, wie man ihn öfters findet. Aber es gibt auch Lebensmittel dort. In seinem Umfeld finden auch künstlerische Vorführungen statt. Wesentlich interessanter fand ich einen Künstlermarkt: Dort wurden zwar hauptsächlich überflüssige Dinge verkauft, aber dafür die schönsten und am wenigstens kitschigen Dinge, die ich jemals gesagt habe. Wer also noch auf der Suche ist nach Einrichtungsgegenständen, sollte sich auf diesem Markt umschauen. Danach schaute ich mir noch ein paar Apartments an und ich kann Euch sagen: Tel Aviv ist sch...teuer. 20 Quadratmeter kosten 500 EUR. Falls mich also jemand besuchen kommen will: Ich muss Miete verlangen, sonst ruiniert mich dieser Aufenthalt ;-) Es waren auch ein paar ganz interessante dabei, befinde mich aber derzeit noch in der Entscheidungsphase. Danach traf ich mich mit einem Professorenehepaar, welches an der gleichen Fakultät arbeitet wie Adir. Die beiden sind Ende 50, unglaublich freundlich und hilfsbereit, weswegen ich auch bei Ihnen übernachten durfte. Nachdem wir unglaublich gut und gleichzeitig günstig essen waren (ich muss die beiden nochmals nach dem Lokal fragen), machte Nava eine Rundfahrt durch Tel Aviv mit mir, damit ich die Stadt kennen und mich in ihr orientieren lerne. Und ich darf sagen: Die Stadt hat was. Definitiv. Aber davon werde ich bestimmt noch erzählen. Zudem zeigte sie mir die Gedenkstätte an dem Platz, an dem Itzak Rabin erschossen wurde – für viele Israelis war der 4. November 1995 der Tag, an dem der Frieden starb. Am Abend war ich dann noch zum Essen eingeladen. Nirit, die deutsch-israelische Sängerin der Band Klezmorim hatte in einem deutschen Newsletter eine Ferienwohnung in Tel Aviv inseriert und die habe ich mir angeschaut. Ist gut möglich, dass das meine Wohnung für die nächsten Monate wird – auch wenn sie sauteuer ist (es gilt das oben gesagte ;-) Der Rückweg führte mich am Strand entlang, der ca. 4-5 km lang ist – dort sollen im Sommer die Parties abgehen, weil es in den Clubs zu heiß ist. Kann ich mir vorstellen, denn weniger als 20 Grad hatte es zu der Zeit, als ich dort lustwandelte, bestimmt nicht. Aber das Nachtleben interessiert mich nicht – Euch ja sicher auch nicht... In diesem Sinne: A bisserl was geht immer...
Montag, 9. Februar 2009
Zwischenstand Notebook ans Netz vs. Kaiser: Derzeit liegt Kaiser vorn, aber die Frage ist, bringt er den Vorsprung über die Zeit? Des Kaisers Antwort: Schau mer mal. Den Samstag / Sabbat dann verbrauchte ich am Meer. Nicht in herkömmlichen Sinne, sondern den gesamten Tel Aviver Strand nochmals von Norden nach Süden durchwandert. Im Norden wurde der alte Hafen von Tel Aviv in ein Vergnügungsviertel umgebaut: Es scheint, als träfe sich die halbe Stadt hier am Sabbat in den Cafes zum Frühstück. Daneben gibt es noch einige Geschäfte und auch die „angesagtesten“ Clubs sollen dort sein – aber um letzteres herauszufinden, war ich wohl zu spät dran: Partynacht ist wohl von Freitag auf Samstag. Auf jeden Fall konnte man da ganz gut rumsitzen und Leute beobachten. Danach beäugte ich den Strand bei Tageslicht und auch, wenn die wenigsten schon Badesachen anhatten, der Strand war gut gefüllt. Ins Wasser gingen aber noch kaum Leute – wahrscheinlich besteht da eine Korrelation zum „Badesachen anhaben“... Am Nachmittag war ich dann noch in Jaffa, die ursprüngliche Siedlung, aus der Tel Aviv entstand, näheres hier. Abends ging es dann per Bus zurück nach Be'er Sheva – öffentliche Verkehrsmittel sind sehr günstig: Die Busfahrt kostete nur 15 Schekel (das ist die israelische Währung, entspricht rund 3 EUR), die Zugfahrt hin ca. 25 Schekel (wieviel EUR das jetzt sind, könnt Ihr mit dem Dreisatz selbst ausrechnen ;-)
So, die letzten beiden Tage habe ich dann wieder an der Uni zum Forschen verbraucht. Und um dieses Blog fertigzustellen. Und jetzt muss ich es noch online kriegen ;-) Für morgen sind in Israel einerseits Wahlen, andererseits die schwersten Unwetter seit der Staatsgründung angekündigt. In diesem Sinne: Schau mer mal!
Hey there! I don't know you language, however I do recognize the word Israel there, and the photos from the dead sea so I guess you had a trip to Israel!
AntwortenLöschenAs an Israeli, I am proud of you coming to tour Israel! Keep it up!
Shuky
Aha, Shuky ist schon mal proud of you!
AntwortenLöschenIch bin dann proud of you, wenn Du uns heil wieder ins Good old Bavaria heimkommst.
Aber jetzt genieß mal erst deine Zeit und forsche schön.
Ganz liebe Grüße von Erika im Namen der Wiesent-Sisters mit Anhang ;-)))