Sonntag, 15. Februar 2009

Die dritte Woche - aber nur bis zum vierten Tag

Dienstag, 17. Februar 2009

Tach, Post!

Heute nur ein kurzer Bericht über mein erstes Wochenende in Beer Sheva.

Also: Begonnen hat alles, dass ich am Freitag vormittag tatsächlich die Mülltonnen im Wohnheim gefunden habe. Bin mir zwar nicht sicher, ob das wirklich der Container ist, der zur Verwendung durch die Bewohner des Wohnheims vorgesehen ist, aber da waren auch andere gefüllte Mülltüten drin, daher kann es mal nicht so falsch gewesen sein. Über das Wohnheim erzähl ich ansonsten jetzt mal nix, das machen wir mit Fotos. Am besten dann, wenn ich auch mal den Waschsalon ausprobiert habe. Hab bislang zwar schon mal gewaschen, aber das hab ich bei Adir erledigt. Also eigentlich wollte ich es bei Adir erledigen, aber dann hat er es sich nicht nehmen lassen. Aber ich werde den Waschsalon auf jeden Fall noch mal aufsuchen ...(für Insider1: So manch einer hat im Waschsalon eines ausländischen Studentenwohnheims schon seine spätere Frau kennengelernt; für Insider2: Katzmeierstrass, soso...)

Nach der Organisation der Müllabfuhr widmete ich mich dann der Historie der Stadt Beer Sheva und suchte das Hanegev Palmach Brigade Memorial auf, eine Gedenkstätte für die israelischen Truppen, die 1948 im arabisch-israelischen Krieg kämpften. Dementsprechend gross war auch der Andrang, ich war ganz froh das ich früh dran war. Schaut Euch mal nur den hoffnunglos überfüllten Parkplatz an:

Oder aber auch dann am Monument selbst musste man aufpassen, dass man nicht überrannt wurde:

Nachdem ich die überwältigenden Eindrücke in mich aufgesogen hatte, begab ich mich auf den anstrengenden Fussmarsch zurück ins Wohnheim. Auf dem Weg fand ich wohl die Sitzbänke mit der interessantesten Aussicht überhaupt habe:

Im Wohnheim dann wieder angekommen, ging ich noch einkaufen, denn Sabbat ist hier Schicht im Schacht. Heisst: Es geht gar nix. Aber es haben nicht nur die Geschäfte von Freitag nachmittag ca. 15.00 bis zum Samstag abend zu - in der Zeit fahren bspw. auch keine Züge. Diese verhindert dann auch meinen eigentlich genialen Plan, mal freitags nach Tel Aviv zu fahren, mal schauen, was Partymaessig geht und dann am naechsten Morgen mit dem Zug heimzufahren. Aber dann muss das auch anders gehen.

Zum Einkaufen hab ich es nicht weit, ich muss also nicht jedes Mal durch den Sandsturm: Im Wohnheim gibt es einen kleinen Supermarkt. Der bietet das notwendigste - unter anderem auch Bier. Das lustige daran ist, dass es an der Stelle, wo das Dosenbier zu finden ist, immer auch Dosenbier gibt - nur eben jedes Mal ein anderes. Bekannte Marken haben sie hier ausser Heineken nicht - aber es gibt ein, zwei, die schmecken ganz ok. Und dort deckte ich mich dann mit Lebensmittel für den Samstag ein.

An diesem ging ich erst einmal zum Joggen. Da der Bauer nicht frisst, was er nicht kennt, bin ich mal die gleiche Strecke losgelaufen wie zu der überfüllten Touristenstätte am Tag zuvor. Was mir beim Gehen nicht auffiel, dafür aber dann beim Laufen: Da geht es bergauf. Und zwar ganz mies, ganz leicht, ganz lang. Des wäre die richtige Strecke für ein tägliches Traningslager. Aber war kein Problem - danach nutzte ich noch eine Strassenüberführung für ein paar Treppensprints.

Aber danach reichte es auch schon wieder mit der sportlichen Betätigung. Adir und ich wollten am Abend noch auf einen Absacker gehen, aber das zerschlug sich dann. Aber ich habe den Deal mitder Wohnung in Tel Aviv fix gemacht - sie liegt hier und damit: Genial!!!

Dafür brachte er mir am nächsten Morgen frische Orangen mit. Er hatte seine Schwester besucht, die direkt neben einer Obstplantae wohnt. Und da wohl die Waehrungen so schlecht stehen, lohnt es sich nicht, die Orangen zu ernten. Daher haengen die jetzt an den Baeumen und jeder, der mag, kann sich welche nehmen. Schmecken aber echt gut.

An der Uni bringe ich die Zeit mit Schreiben an einem Paper fuer die AMCIS zu. Die ist in San Francisco - lohnt sich schon wg. des Orts ;-) Mal schauen, ob das was wird - Hier sind grad die letzten Semesterwochen, daher hat es Adir stressig. Aber das klappt dann schon.

Gestern dann an der Uni brav geforscht und abends waren wir in einem Musical - Guys and Dolls, hatte nie davon gehört. Dabei waren Adir, Nava, Yossi (Navas Mann, mit den beiden war ich in Tel Aviv unterwegs) und ich. Zuvor waren wir - wie immer wenn ich mit Nava und Yossi unterwegs bin - sehr gut essen. Und wieder in einem Lokal, bei dem ich es von aussen nicht gedacht haette. Das Musical war eine Laienaufführung - was man leider auch manchmal merkte. Daher gingen wir auch zur Pause - Adir war vorher ein paar Mal eingenickt und mir ging es auch nicht besser.

Es regnet hier so gut wie nie - denkste. Dauernd schiffts. Ok, bislang zwei Mal, heute schon wieder. Die sind extrem dankbar dafür - Lior, ein Kollege Adirs, mit dem ich heute beim Essen war, war ganz glücklich, weil er seinen Rasen jetzt nicht wässern braucht. Das wiederum hat die Regierung wg. Wasserknappheit untersagt. Aber wenn es regnet, dann nicht stark - und dennoch laufen die hier mit Regenschirm rum, da würde bei uns kaum einer ne Kapuze aufsetzen.

In diesem Sinne: Wir stehen selbst betrübt und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.

2 Kommentare:

  1. Herr Dorschi, da haben sie nicht genau recherchier(e)t. Das habe ich schon mal verwendet ;-) Aber die Frage, wo es her ist, bleibt natürlich...

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  2. Na das war doch der Pink Panther. Mal schauen, ob ich die anderen auch rausbekomme.

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