alle Fälle hab ich neulich irgendwie auch mit Schrecken festgestellt, dass es nur ein bisschen mehr als drei Monate hier sind.Also, ich bin umgezogen: Vom Zlotowski Dormitory Komplex (Haus 81, Apartment 145, hab links und rechts und unten noch ein paar Fotos eingefügt - das ist also noch das Wohnheim und nicht die neue Wohnung) in Beer Sheva auf Dizengoff (Nr. 3hundert irgendwas muss nochmal genau fragen, Apartment 6) in Tel Aviv. Die schlechten Nachr
ichten zuerst: Es ist teurer, ich habe keinen Fernseher und kein Reinigungspersonal mehr. Es ist weiter zur Uni und neben an ist eine Baustelle mit Presslufthammer. Gut, okay, ich weiss auch nicht mehr genau warum ich umgezogen bin...Nein, mir gefällt es hier sehr gut, die Wohnung liegt - wie schon mal erwähnt - sehr gut und ist eigentlich auch ideal für eine Person. Aber bevor ich sie beschreibe (und es auch Fotos gibt - es gibt tatsächlich Leute, die schauen in diesem Blog nur die Bilder an), noch eine Erzählung über meinen Umzug.
Also, es begab sich am Freitag vor einer Woche, dass ich meine sieben Sachen in zwei Rollkoffern und drei Rucksäcken (ein grosser und zwei kleine) packte, und mich zu Fuß zum Bahnhof Be'er Sheva begab (Rollkoffer können auch wirklich praktisch sein). Bevor jetzt wieder Beileidskundgebungen en masse eintreffen, dass der arme Bub so lange so viel schleppen musste: w
aren nur ca. 600 m. Ich hatte zum Gehen auch ein ausgeklügeltes System erdacht, welches allerdings am Eingang zum Bahnhof auf seine Grenzen stiess: Zugfahren bedeutet nämlich in Israel die gleichen Sicherheitsvorkehrungen, wie sie ansonsten am Flughafen üblich sind. Also die Konstruktion auseinanderbauen und die Gepäckstücke einzeln durch das Röntgengerät. Natürlich sind bei derartigen Kontrollen auch Kontrolleure da, gleich vier Stück (ich war innerhalb 10 min der einzige, der kontrolliert wurde). Aber anstatt, dass sie einem dann mit dem Gepäck helfen würden, lachen sie einen noch aus (wobei sie dafür vom Chef angeschnauzt wurden,
hehe). Nachdem ich dann eine Fahrkarte gelöst hatte, ging die Gepäckschinderei aufgrund eines Drehkreuzes (bei dem auch das Ticket automatisch kontrolliert wurde) weiter - aber dies war - ausser einer Rolltreppe - das letzte Hindernis vor den Gleisen. Man sieht, so einfach kurz vor knapp aufs Gleis laufen oder Schwarzzufahren ist hier nicht. Das könnte man eigentlich in Deutschland auch mal machen.Der Zug war entgegen meiner Erwartung ziemlich voll. Aber es war halt so viel wie bei uns Samstag vormittag und da reisen wohl immer noch einige von der Armee nachhause. Ich ergatterte lediglich noch einen Platz - vor der Toilette. Das witzige daran war, dass das Signal, ob die Toilette besetzt ist oder nicht, kaputt war. Somit kam ich mit einigen Leute ins Gespräch, da sie mich fragten, ob frei oder besetzt sei - im Grunde sind Israelis offene, freundliche Leute - so Leute wie die Kontrolleure oben gibt es wohl überall. Damit Ihr Euch ein Bild machen könnt, wie die Landschaft zwischen Beer Sheva (Wüste) und Tel Aviv (Meer) aussieht, ein paar Bilder (es gibt weder Wüste und weder Meer zu sehen - einfach nur ein Blick aus dem Fenster, wenn man Zug fährt):
Am Bahnhof Tel Aviv Center - Savidor (auch Merkaz) genannt, wählte ich den falschen Ausgang, so dass ich - man sei immer noch meiner Last durch das Gepäck eingedenk - einige Zeit mit der Suche nach einem Taxi verbrachte. Dieses brachte mich dann in die Zeharya Street, wo mich Nirit empfing und mir die Wohnung zeigte. Ich hab dann gleich mal ein paar Fotos gemacht - da so schön aufgeräumt war. Das sind die folgenden:






So, nachdem das Raufladen wieder ewig gedauert hat, wars das für heute - die Außenansicht der Wohnung, den Strand, das Meer und den Park gibt es beim nächsten Mal. In diesem Sinne: "Die Show muss weitergehn auf Wiedersehn"
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