Ok, die Überschrift ist ein bisschen hoch gegriffen, aber das wird alles noch.
Heute gibts nur langweiliges (und wieder mal keine Bilder). Dafür dauert es auch nicht lang :-)
Als erstes Mal die Schilderung meiner Pendelei von Tel Aviv an die Uni nach Beer Sheva. Um dorthin zu gelangen, muss ich zunächst ca. 15 min mit dem Bus fahren. An meinem ersten Morgen machte ich mich also einfach mal rechtzeitig auf den Weg zur Haltestelle - war nicht in der Lage, den hebräischen Fahrplan zu entziffern, um exakter zu planen. Beim Einsteigen sagte ich zum Fahrer "Merkaz" (das ist der Name der Haltestelle), er sah mich nur kurz verständnislos and und gab mir dann das Wechselgeld heraus [Exkurs Anfang: Hintergrund für das verständnislose Anschauen: Jede Fahrt kostet immer 5,50 Shekel (ca. 1,10 EUR), egal ob man 1 Station fährt oder eine Tour d'Aviv macht. Hab ich im Nachhinein rausgefunden. Und wenn wir schon bei Busfahr-Exkursen sind: Hier in Tel Aviv gibt es eine - wie ich finde ziemlich sinnvolle - Einrichtung: Neben dem "normalen" Linienverkehr fahren auf den gleichen Routen wie die grossen Linienbusse auch sog. Sheruts, die genauso viel kosten wie die Busse, aber an jedem Punkt an der Route auf Zuruf anhalten und auch aussteigen. Find ich klasse, wo ist die E-Mail-Adresse, an die man schreiben kann, dass so was in Deutschland eingefuehrt wird? Exkurs Ende]. Auf jeden Fall kamen wir dann am Tel Aviver Hauptbahnhof an - ich stieg bei der erste Möglichkeit aus, was sich als Fehler herausstellte, weil innerhalb des Parkplatzes noch eine weitere Haltestelle war. Aber man lernt nie aus - und die Leute, die später ausstiegen, waren auch nicht schneller am Bahnsteig. Nach Kauf der Fahrkarte fand ich auch sofort den Zug - hier war alles auf Englisch angeschreiben. Zudem war der Bahnhof auch nicht allzu gross, denn Zug fahren ist noch nicht allzu lange populär in Israel. Erst in den letzten Jahren wurde das Schienennetz deutlich ausgebaut - und die Regierung versucht, mit günstigen Preisen die Leute zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen. Als der Zug dann eintraf, stiegen erst mal fünf Minuten lang Leute aus dem Zug aus. Dennoch standen die Leute immer noch in den Gängen, als ich einstieg - allerdings waren noch Sitzplätze frei. Dieser Widerspruch löste sich dann an der nächsten Station, als die stehenden Passagiere ausstiegen - und fast niemand mehr im Zug war. Demnach fand ich auch einen angenehmen Sitzplatz mit Tisch - und konnte arbeiten. Oder aber Sudoku lösen, denn es lagen eine Menge kostenloser Zeitschriften rum (am nächsten Morgen nahm ich mir dann ein "frisches" Exemplar dieser Zeitschrift. Am Bahnsteig wollte mir dann ein Mann ein weiteres Exemplar in die Hand drücken, worauf ich ihm dankend ablehnend mein bereits erhaltenes Exemplar zeigte - im Zug stellte ich dann fest, dass es wohl zwei kostenlose Zeitungen gibt - und ich hatte ihm das Konkurrenzprodukt hingehalten ;-). Die Zugfahrt dauert nicht ganz 1,5 h, und in Be'er Sheva steigt man direkt an der Uni aus. Von daher ist das Pendeln ideal - vor allem, weil man wirklich in Ruhe was machen kann. Und wenn nicht arbeiten, dann die Sudoku-Rätsel in den kostenlosen Zeitschriften lösen :-)
In diesem Sinne: Why so serious, son?
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