Heute nehm ich mir mal eine Zugfahrt, um ein wenig die Schilderung meiner Erlebnisse hier in Israel aufzuholen. Bevor ich das aber tue, möchte ich Euch auf das Erscheinen der Dissertation eines jungen, hoffnungsvollen Nachwuchswissenschaftlers aufmerksam – oh, hab ich ja schon mal…
Was ich im folgenden erzähle, mag zeitlich ein wenig durcheinander gehen – aber auf die Reihenfolge kommt es eigentlich nicht an.
Meine letzter Bericht von vor einigen Wochen handelte von meinem Tag bei Gericht. Dazu möchte ich noch ein paar Hintergründe darstellen, nämlich die Geschichte des Angeklagten aus dessen Sicht. An besagtem Tag war er als Wiederholungstäter in Sachen illegaler Arbeit vor Gericht.
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Interview mit dem Angeklagten und einem seiner Kollegen aufführen, in welchem Sie über Ihre Lebens- und Arbeitsumstände berichten. Ich lasse das aber mal lieber raus. Zwar glaube ich den beiden Personen, die das Interview führten, dass alles so gesagt wurde – aber ich bin mir nicht sicher, ob ich den beiden Palästinensern und den Interviewern einen Gefallen tue, das hier zu veröffentlichen: Es wird sowohl die israelische als auch die palästinensische Seite kritisiert – und ohne das Einverständnis der beiden palästinensischen Arbeiter ist das ganze arg heikel.
Und wie gesagt, er kam dann frei – warum, das weiß auch keiner so genau…
In diesem Sinne: Die Verhandlung ist geschlossen.
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