Sonntag, 17. Mai 2009

Es war eine sehr religiöse Woche, ja...

Grundsätzlich muss das Hotel, in dem wir waren - Palatin / evtl. Ähnlichkeiten mit Hotels in Wiesloch sind rein zufällig - als empfehlenswert eingestuft werden. Für den einzigen Umstand, der zu bemängeln war, konnte das Hotel nix: Zum Frühstück durften sie in der besagten sehr religiösen Woche nur trocken Brot , genannt Matzah servieren. Aber wir haben uns trotzdem gestärkt...

Nachdem wir den ersten Tag noch auf eigene Faust umhergestreift waren, nahmen wir am vormittag um elf dann an einer Tour teil. Da sie grundsätzlich kostenlos ist (Trinkgelder aber natürlich willkommen sind), mach ich hier mal kurz Werbung: FreeJerusalemTours. Auf englisch, gibt einen Überblick über die wichtigsten Fakten, daher sehr empfehlenswert. Unser Reiseführer zumindest wusste ziemlich viel:


Nach der Tour, die alle Viertel der Altstadt beackerte, und wir neues wie bekanntes noch mal aus einem anderen Blickwinkel sahen, war die letzte Station der Tour die Grabeskirche. Auch die sahen wir mal anders, nämlich von oben: Man kann direkt auf das Dach der Grabeskirche gehen und merkt gar nicht, dass man auf einem Dach ist - denn man ist von Mauern umgeben (auf denen allerlei Zeugs steht - leider unscharf, aber vielleicht erkennt Ihr es doch):



Auf dem Dach der Grabeskirche wollte uns der Guide eine Kapelle der äthiopischen Kirche (die dort oben ansäßig ist) zeigen, die man von da oben betreten konnte. Wir warteten eine Zeit lang, denn der Eingang war von Betenden belegt, die wir auch nicht stören wollten. Dann ging der Guide hinein und der Großteil der Gruppe folgte ihm. Wir blieben jedoch draußen, da uns das zu eng war - und zudem wollten wir den stattfindenden Gottesdienst nicht stören. Also warteten wir. Nach 20 min kam mir das dann doch spanisch vor und ich schaute da mal rein - und stellte fest, dass unsere Gruppe verschwunden war: Denn durch die Kirche führte eine "Einbahnstraße". Also holte ich Thomas und noch ein paar Mitglieder unserer Gruppe, die ebenfalls draußen warteten und wir gingen ebenfalls durch die Kirche - allerdings fanden wir die Gruppe nicht mehr. Aber wahrscheinlich war die Tour eh zu Ende, da wir einzelne Gruppenmitglieder kurz darauf an verschiedenen Stellen der Grabeskirche sahen.

Wir machten uns dann noch den Weg zum Ölberg - und wir waren komplett zu Fuß da oben. War es aber im Endeffekt auch wert:


Am nächsten Tag wollte Thomas dann noch auf den Tempelberg, ich schaute mich noch ein bißchen außerhalb der Altstadt um. Mein Bruder kam allerdings nicht so weit, wie er wollte, da der Tempelberg an dem Tag geschlossen war. Die Behörden hatten Angst vor Aufständen und hatten vor dem Jaffa-Tor auch einige Truppen zusammengezogen:


Aber es blieg wohl weitestgehend ruhig. Dafür traf Thomas unseren Reiseführer nochmal und konnte ihm ein - wohl verdientes - Trinkgeld in die Hand drücken.

Wir fuhren dann nach Tel Aviv zurück und ich brachte Thomas dann am Abend zu seinem Nachtflug zurück nach Deutschlands. Aber schee war's, gell?


In diesem Sinne: Seemann, lass das Träumen...

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