Freitag, 12. Juni 2009

Die wahrscheinlich längste nördliche Woche der Welt

Zu guter letzt machte ich mich dann am 3. Tag meiner Reise auf nach Bet She'an, was im Nordwesten Israels liegt. Etwas weiter südlich beginnt dann schon das Westjordanland.

Bet She'an ist auch hauptsächlich Steinhaufen, aber ziemlich interessante: Bereits die Ägypter hatten hier Truppen stationiert. Grund war - wie so oft in der Gegend - das Wasser, da hier eine bedeutetnde Quelle lag. Nach einigem geschichtlichen Hin und Her waren es dann mal wieder die Römer, die hier einiges bauten und das auch wieder beeindruckend. Bet She'an lag wohl an einer Verbindung zwischen zwei bedeutenden antiken Handelsstrassen, der Via Maris und dem King's Highway.

Daher gab es dort so einiges, z.B. auch ein Amphitheater:


Im Badehaus (ein solches gehört sich natürlich für eine anständige Römerstadt) war dann wieder ein bemerkenswertes Erlebnis mit deutschen Touristen. Bei ca. 30 Grad im Schatten sagte einer, als er das römische Bad betrat: "Komm, lass uns mal die Heizung anmachen...".

Ende machte der Stadt dann ein Erdbeben, dessen Ergebnisse noch heute sichtbar sind:


Wie in der Grabeskirche mag hier wohl auch keiner aufräumen ;-) Zu guter letzt hab ich dann noch einen Berg erklommen und folgende Aufnahme gemacht:



Auf dem Berg oben waren dann auch noch die Überreste der ägyptischen Siedlung zu finden. In diesen wohnen derzeit Ziegen (bin ziemlich erschrocken, als mich auf einmal ein Ziegengesicht aus einem der Räume anguckte - und nein es war kein Spiegel, ab zu der deutschen Touri-Gruppe...)

Auf meinem Rückweg von Bet Sche'an nach Tel Aviv schaute ich noch an einer Gartenanlage vorbei, welche die Familie Rothschild gesponsort hat: Ramat Ha-Nadiv. War ganz nett - aber der grosse Gärtner bin ich ja nicht. Dafür wars umsonst ;-)

Und danach gings wieder "heim" nach Tel Aviv...

In diesem Sinne: Hoch im Norden... (Wahnsinn, diese Fischköpf...)

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