Mittwoch, 10. Juni 2009

Die Woche des Nordens - continued...

So, jetzt erzähl ich Euch, warum ich früh ins Bett bin: Montfort ließ mich nicht los – ich wollte auf diese Burg. Daher stand ich in aller Herrgottsfrüh auf und machte mich nach dem Frühstück nochmals auf den Weg in den Nationalpark. Dieses Mal wußte ich ja, wo die Stelle lag, an der es ins Tal hinabgeht, so dass ich direkt davor parken konnte. Trotz der Tatsache, dass es noch nicht so spät war, war es beim Abstieg ganz schön heiß, da schon die ersten Sonnenstrahlen einfielen. Nach ca. 25 min war ich dann im Tal an der „Brücke“, die jeden Tag um 17.00 schließt. Haha. 1. Da schließt gar nix um 17.00 , weil es 2. nix zum Schließen gibt: Brücke ist da keine. Würde auch keinen Sinn machen, da es 3. keinen nennenswerten Fluß gibt – ein paar feuchte Stellen zwischen einem Meer aus Steinen. Dafür sind sie aber sehr um die Sicherheit der zahlreichen Besucher (bislang war mir keine Menschenseele begegnet) besorgt und stellen überall Schilder auf, dass was einstürzen könnte:


Dann geht es aus dem Tal wieder hinauf. Weiterhin keine Menschenseele. Angenehm. Trotzdem liegt Müll rum unangenehm. Sonne steigt gen ihren Zenit. Bin noch im Schatten angenehm. Weg ist geschottert. Angenehm. Der ganze Berg ist mit Bäumen bewachsen, auch links und rechts des Wegs stehen sie. Weg macht eine Biegung. Weiterhin allein. Man geht und geht und geht. Bis man auf einmal vor dem Tor der Burg steht. Ok, es ist - wie immer - nur ein Haufen Steine. Aber man ist alleine dort oben. Mind. 800 m Umkreis ist kein Mensch. Angenehm. Von der Burg ist noch einiges übrig. Allerdings auch mit Graffiti beschmiert. Unangenehm. Aber dort oben kann man dann ganz allein die folgende Aussicht geniessen:



Danach machte ich mich - weiterhin allein - auf den Rückweg ins Tal und von dort wieder hinauf Richtung Auto. Und erst beim Auto war ich nicht mehr allein. Schade. An so eine Ruhe kann man sich gewöhnen. Ich glaube, ich kauf das Ding einfach...

Danach ging es weiter Richtung haHula Nationalpark. Das ist im Grunde ein riesiges Wasserreservoir/Sumpfgebiet, was nach dem zweiten Weltkrieg nahezu komplett trockengelegt wurde, um landwirtschaftliche Flächen zu erhalten. Nur durch die Einrichtung eines Naturschutzgebiets wurde noch etwas dieses Gebiets in seiner ursprünglichen Form erhalten. Mehr davon beim nächsten Mal...

In diesem Sinne: Montfort, hoch in den Bergen von Galiläa...

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